ClaimWing
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Rechtliches

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Für die Nutzung der ClaimWing-Plattform · Stand: Mai 2026

§ 1 Geltungsbereich und Anbieter

1.1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB") regeln die Nutzung der Software-as-a-Service-Plattform „ClaimWing" (nachfolgend „Plattform") durch Kamacit Software, Inhaber Marcel Simmendinger, Stöffelbergweg 24, 72793 Pfullingen (nachfolgend „Anbieter") gegenüber seinen Kunden.

1.2. Die Plattform richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB (z. B. Hausverwaltungen, Versicherungsmakler, Versicherer). Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern ist ausgeschlossen.

1.3. Abweichende oder entgegenstehende Bedingungen des Kunden werden zurückgewiesen, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

1.4. Es gilt die zum Zeitpunkt der Bestellung gültige Fassung dieser AGB.

§ 2 Leistungsgegenstand

2.1. ClaimWing ist eine cloudbasierte Plattform zur Schadenbearbeitung über Versicherungssparten hinweg (mobil und web). Sie verbindet Makler, Versicherer, Hausverwaltungen, Endkunden und Handwerker in einem gemeinsamen Workflow.

2.2. ClaimWing ist ein Workflow-Layer und ersetzt keine Bestandssysteme des Kunden. Import und Export zu Fremdsystemen über austauschbare Konnektoren sind Kernbestandteil der Leistung.

2.3. Der Funktionsumfang richtet sich nach dem gebuchten Tarif (Starter, Professional, Business, Enterprise). Maßgeblich ist die jeweilige Leistungsbeschreibung auf der Website bzw. im individuellen Angebot.

2.4. Die Plattform wird in zwei Betriebsmodellen angeboten: als vom Anbieter gehosteter SaaS-Dienst (Region: Microsoft Azure Germany West Central, Frankfurt) oder als Customer-Deployment im eigenen Azure-Tenant des Kunden (Enterprise).

§ 3 Registrierung, Freigabe und Vertragsschluss

3.1. Der Kunde fordert über die Plattform einen Mandanten an. Eine Bereitstellung erfolgt erst nach Freigabe durch den Anbieter; ein Anspruch auf Freigabe besteht nicht.

3.2. Mit der Freigabe stellt der Anbieter dem Kunden eine eigene Umgebung (eigene Datenbank) bereit und richtet einen Gründungs-Administrator ein.

3.3. Der entgeltliche Vertrag kommt mit der Buchung eines kostenpflichtigen Tarifs durch den Kunden und deren Bestätigung durch den Anbieter zustande.

§ 4 Testphase

4.1. Nach Freigabe erhält der Kunde eine kostenlose Testphase von 30 Tagen mit vollem Funktionsumfang.

4.2. Nach Ablauf der Testphase wird der Zugang gesperrt, sofern kein kostenpflichtiger Tarif gebucht wurde. Eine automatische Umwandlung in einen kostenpflichtigen Vertrag findet nicht statt.

§ 5 Preise und Zahlung

5.1. Es gelten die zum Zeitpunkt der Buchung auf der Website ausgewiesenen Preise bzw. die im individuellen Angebot genannten Preise. Alle Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer, soweit diese anfällt.

5.2. Die Abrechnung erfolgt per Rechnung über die Website; es findet kein Kauf über App-Stores (kein In-App-Kauf) statt. Die Zahlung erfolgt wahlweise monatlich oder jährlich im Voraus sowie ggf. einer einmaligen Einrichtungsgebühr (Setup).

5.3. KI-Funktionen werden nutzungsbasiert abgerechnet. Im jeweiligen Tarif enthaltene Kontingente sowie Preise für darüber hinausgehende Nutzung (Overage bzw. Credit-Pakete) ergeben sich aus der Leistungsbeschreibung. Ein automatisches Weiterlaufen über das Kontingent hinaus erfolgt nur nach ausdrücklicher Aktivierung durch den Kunden.

5.4. Gerät der Kunde mit der Zahlung in Verzug, ist der Anbieter berechtigt, den Zugang nach vorheriger Ankündigung zu sperren.

§ 6 Laufzeit und Kündigung

6.1. Die Vertragslaufzeit richtet sich nach dem gewählten Abrechnungszeitraum (Monat oder Jahr) und verlängert sich automatisch um den jeweiligen Zeitraum, sofern nicht fristgerecht gekündigt wird.

6.2. Monatsverträge sind mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende des Abrechnungsmonats kündbar, Jahresverträge mit einer Frist von einem Monat zum Ende der Laufzeit. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

6.3. Kündigungen bedürfen der Textform (z. B. E-Mail).

§ 7 Pflichten des Kunden

7.1. Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim und ist für Aktivitäten unter seinem Konto verantwortlich. Die Verwaltung weiterer Nutzer (Einladungen, Rollen) obliegt dem Kunden.

7.2. Der Kunde ist für die Rechtmäßigkeit der von ihm in die Plattform eingestellten Inhalte und Daten verantwortlich und stellt sicher, dass er zur Verarbeitung etwaiger personenbezogener Daten Dritter berechtigt ist.

7.3. Der Kunde unterlässt jede missbräuchliche Nutzung, insbesondere das Einstellen rechtswidriger Inhalte sowie Eingriffe in die Integrität oder Sicherheit der Plattform.

§ 8 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

8.1. Soweit der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten verarbeitet, ist der Kunde Verantwortlicher und der Anbieter Auftragsverarbeiter. Es gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO, der Bestandteil dieses Vertrags ist.

8.2. Die Verarbeitung im SaaS-Modus erfolgt ausschließlich in Deutschland (Azure-Region Frankfurt). Eingesetzte Unterauftragsverarbeiter ergeben sich aus dem AVV und der Datenschutzerklärung.

§ 9 Verfügbarkeit

9.1. Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit der Plattform, kann diese jedoch außerhalb individuell vereinbarter Service-Level (Enterprise: 99,9 %) nicht zu 100 % garantieren. Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit angekündigt.

9.2. Ausfälle von Drittdiensten (z. B. Microsoft Azure), die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen, begründen keine Ansprüche.

§ 10 Nutzungsrechte und geistiges Eigentum

10.1. Der Kunde erhält für die Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht zur Nutzung der Plattform im vereinbarten Umfang.

10.2. Alle Rechte an der Software, an Designs, Konzepten und am Quellcode verbleiben beim Anbieter.

10.3. Die dem Kunden gehörenden Inhalte und Daten verbleiben im Eigentum des Kunden.

§ 11 Datenexport und Datenlöschung bei Vertragsende

11.1. Der Kunde kann seine Daten jederzeit und auch zum Vertragsende über die Export-Schnittstellen der Plattform in einem gängigen, maschinenlesbaren Format exportieren.

11.2. Nach Vertragsende werden die Kundendaten nach einer Übergangsfrist von 30 Tagen gelöscht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungsfristen entgegenstehen.

§ 12 Gewährleistung und Haftung

12.1. Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.

12.2. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen.

12.3. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.

12.4. Der Kunde ist für die regelmäßige Sicherung der von ihm exportierbaren Daten in zumutbarem Umfang mitverantwortlich.

§ 13 Änderungen der AGB

13.1. Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern. Über wesentliche Änderungen wird der Kunde mindestens vier Wochen vor Inkrafttreten in Textform informiert. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gilt die Änderung als angenommen; hierauf wird der Kunde gesondert hingewiesen. Bei Widerspruch kann jede Partei zum Zeitpunkt des Inkrafttretens kündigen.

§ 14 Schlussbestimmungen

14.1. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

14.2. Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist der Sitz des Anbieters, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.

14.3. Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

§ 15 Kontakt

Kamacit Software · Marcel Simmendinger
Stöffelbergweg 24, 72793 Pfullingen
E-Mail: kontakt@kamacit.de

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